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Wege der Heilung

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Humulus Lupulus, Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae), Hauptwirkstoffe: 15 – 30% Harze, Humolon, Lupoon, Mono und Sesquiterpen.

Nein, in unseren Breiten ist nicht Hopfen und Malz verloren – zumindestens was den Hopfen anbelangt. Meterhoch schlingt er sich um die Fichten, um die Zäune und alles, an dem er sich irgendwie hoch oder längs ranken kann.

Um ihm Herr zu werden, muss man ihm manchmal einen Platzverweis erteilen, denn sein 6 – 8 m rechtswindendes Geschlinge kann allzu leicht den Garten dominieren.

Der Hopfen wird als milde Heilpflanze eingesetzt, vor allem bei Schlafstörungen, oft in Kombination mit Baldrian.

Er enthält außerdem Bitterstoffe und findet deshalb Verwendung beim Bierbrauen. Diese Bitterstoffe sind auch bei vegetativen Verdauungsbeschwerden sehr hilfreich.

Allerdings muss man beim Hopfen auch beachten, dass er Phytohormone enthält, pflanzliche östrogenähnliche Wirkstoffe. Das ist wunderbar bei einem Östrogen-Mangel, zum Beispiel in der Zeit der Wechseljahre bei Frauen, kann aber bei empfindlichen Menschen das Hormongleichgewicht durcheinander bringen.

Im Übermass genossen (das Fläschchen Bier zuviel) entsteht oft Gynekomastie, ein Wachstum der Brust bei Männern, meist begleitet von einer Neigung zum Kugelbauch. Dies ist natürlich nicht bei jedem so, aber bei ersten Anzeichen sollte man(n) alle hopfenhaltigen Getränke meiden.

Zugleich kann der Hopfen bei sensiblen Menschen auch eine Allergie auslösen, vor allem ausgelöst durch die Fruchtstände der weiblichen Pflanze. Dies äussert sich als Dermatitis (Hautrötungen), in schweren Fällen können auch Erbrechen, Fieber, Bradykardy (Verlangsamung des Herzschlages) und Schweißausbrüche auftreten – die sogenannte Hopfenpflückerkrankheit.
Aber keine Angst: Bei normalem Gebrauch ist das nicht zu erwarten.

Hopfen kann man besonders gut als Schlaf- und Beruhigungsmittel einsetzen. Er sollte zumindest immer die erste Wahl sein, bevor man zu chemischen Schlafmitteln greift. Hierfür bereitet man einen Tee aus Hopfenblüten, Melissenblättern und Baldrianwurzel. Er ist mild und bislang sind keine Gewöhnungssymptome bekannt.

Aber auch für diese Empfehlung gilt natürlich:
Im Krankheitsfalle immer einen Arzt oder Heilpraktiker befragen,
denn längere Schlaflosigkeit ist oft die Folge einer Erkrankung!

Und hier das Rezept:

Zubereitung:

  1. einen Esslöffel der Teemischung in eine Tasse geben und aufbrühen
  2. den Tee 10 – 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen
  3. abfiltern und eventuell mit Honig süssen
  4. abends vor dem Schlafengehen 1 Tasse trinken (am besten lauwarm)

Ich wünsche einen schönen und entspannten August!

August 2017

Hopfen





Kontakt:

Gabriela Schreiber

Pflanze des Monats