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Wege der Heilung

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Aufstellungen:
Ablauf

Zur Durchführung einer Aufstellung benötigt man:


  1. Die/den Aufstellende/n:
    Für sie/ihn wird die Aufstellung durchgeführt. Hierbei kann es sich um eine Einzelperson, eine Gruppe oder ein komplexes System handeln.
    Letztere werden dann durch eine reale Person vertreten.
  2. Den/die Leiter/in:
    Seine/ihre Aufgabe ist es, mit professionellen Mitteln, Empathie und Intuition den Verlauf der Aufstellung durch Impulse im Fluss zu halten und in neutraler Position, mit Respekt und im Zusammenwirken mit dem Aufstellenden ein Lösungsbild zu finden. Er/sie hat keine therapeutische od. dominante Funktion.
  3. Repräsentanten:
    Im Idealfall reale
    Personen (meist 5…10), die bereit sind, sich stellvertretend für die einzelnen Aspekte des aufzustellenden Systems zur Verfügung zu stellen, allerdings niemals reale Personen, um die es in der Aufstellung evtl. geht.

Es können aber auch symbolisierende Gegenstände oder Marker verwendet werden. Dies bietet sich insbesondere an, wenn

Eine Aufstellung durchläuft typischerweise 6 Phasen:


1. Vorgespräch
Die/der Aufstellende beschreibt möglichst kurz und wertfrei das Anliegen.
Der Leiter stellt hierzu weiterführende Fragen, die einen besseren Blick auf das Gesamtsystem und ein tieferes Verständnis der Zusammenhänge ermöglichen. Auf der Grundlage dieses Gesprächs bestimmt der Aufstellungsleiter die
Anfangskonstellation und die Aufstellungsmethode.

Aufstellungen können auch halb oder ganz verdeckt erfolgen, d.h. die/der Aufstellende schildert das Anliegen nur so detailliert, wie sie/er es für vertretbar hält. Dies ist insbesondere dann hilfreich, wenn die persönliche Integrität eine wichtige Rolle spielt oder aus anderen Gründen keine Informationen an die Öffentlichkeit gelangen dürfen.

2. Anfangsbild
Die/der Aufstellende wählt für sich selbst sowie jeden weiteren Teil der Anfangsgruppierung einen Repräsentanten aus und führt diesen an eine beliebige Position im Raum. Die Wahl des Repräsentanten sowie dessen Position im Raum wird weder kommentiert noch bewertet.

3. Analyse

  1. bei Verwendung realer Repräsentanten:
    Diese haben zunächst nur die Aufgabe, sich selbst und die Beziehungen zu den anderen Repräsentanten zu beobachten. Es geht um die Wahrnehmung von Gefühlen, körperlichen Empfindungen, räumlichen Eindrücken usw. Jede Empfindung ist wichtig und richtig – auch solche wie z.B. Leere, Gefühllosigkeit etc. Es geht nicht darum, eine schauspielerische Leistung zu bringen, eine Rolle zu spielen, zu werten oder überspannte Empfindsamkeit zu demonstrieren.
    Nach Befragung jedes einzelnen Stellvertreters durch den Aufstellungsleiter zeigt sich ein Gesamtbild, das die innere Struktur des Systems, oft auch schon die auslösenden Gründe beschreibt. Ziel ist es, die Ursachen des Problems zu verstehen und Unbewusstes bewusst zu machen.
  2. bei Verwendung von Gegenständen als Repräsentanten:
    Die/der Aufstellende versetzt sich in Zusammenarbeit mit dem Aufstellungsleiter in die einzelnen Positionen hinein.
    Was spürt man an der jeweiligen Stelle?
    Die übrige Vorgehensweise ist der mit realen Repräsentanten ähnlich.

4. Prozess
Aus der Analyse ergeben sich meist von ganz allein zahlreiche Impulse, das Bild zu verändern. Diese kommen in der Mehrzahl von den Repräsentanten selbst. Ziel ist es, für jeden eine Position zu finden, die sich für ihn „passend“ oder einfach nur besser anfühlt.

5. Endbild
Das Ende einer Aufstellung ist in der Regel erreicht, wenn alle Repräsentanten ihre Position als „stimmig“ wahrnehmen oder dies vom Aufstellenden selbst so empfunden wird. Die/der Aufstellende wird jetzt gegen seinen Repräsentanten ausgetauscht, um das Ergebnis, das diese/r für ihn erarbeitet hat, selbst wahrzunehmen, zu übernehmen und wirken zu lassen.

Wurde mit realen Stellvertretern oder Gegenständen gearbeitet, dann müssen diese am Schluss vom Aufstellenden aus ihrer „Rolle“ entlassen werden.
Dies erfolgt i.d.R. mit einer kurzen rituellen Handlung.

6. Nachgespräch
Mitunter ist im Anschluss ein kurzes Gespräch erforderlich. Dieses dient der Einordnung und Erinnerung, manchmal auch der „Erdung“ bei besonders aufwühlenden Prozessen.

In keinem Fall erfolgt jedoch hier eine Analyse oder Wertung!

Es wird empfohlen, für ein paar Tage keine weiteren Gespräche über die Aufstellung zu führen, auch nicht mit Stellvertretern oder nahestehenden Personen. Das unterbindet eine Verwässerung (ein „Zerreden“) der Wirkung.

Wichtig:

Die/der Aufstellende öffnet sich während des Prozesses in der Regel sehr weit und es treten häufig unerwartete Ergebnisse zutage, die nur die jeweilige Person oder Gruppe etwas angehen.

Daher unterliegen sämtliche Erlebnisse, Informationen und Resultate der absoluten Schweigepflicht!

Dies betrifft ALLE Beteiligten!

Was Sie erwartet




Kontakt:

Ursula Goreczko

Matthias Ristow