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Wege der Heilung

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Startseite Denkanstöße Herbstglück

In der Überschrift versteckt sich ein Zitat von Henri de Toulouse-Lautrec, dem großen französischen Maler und Grafiker des 19. Jahrhunderts.

Für mich ist es Realität, denn so, wie im Frühjahr in der Natur die Knospen sprießen, weist uns der Herbst mit seinem Farbenzauber auf die nachfolgende Zeit Winters mit seiner Ruhe und Stille hin.

Im Herbst mit seiner Fülle der Farben, der Menge an Blumen und Pilzen, den starken Änderungen, der Schönheit des Lichts empfinde ich ein besonderes Glück.
Eines, das tief in mir ist, ein Gefühl von Harmonie und Frieden und Dankbarkeit für alles, was ist.

Beim Nachdenken über das Glücklichsein fiel mir ein Gedicht ein, das von einer lieben Freundin stammt: Frau Dr. med. Margarete Hollmann.

Sie wurde 104 Jahre und hinterließ ihre Betrachtungen, Gefühle und Erkenntnisse als Gedichte in einer Sammlung loser Zettel. Ihre Tochter Angela hat diese später als Buch mit dem Titel „Spuren = Signaturen“ herausgegeben.

Im September 2005, in ihren 98. Lebensjahr, schrieb Margarete Hollmann:

Glück

Was ist Glück?
Ist’s ein Gottes-Augenblick?
Lebt es außer Raum und Zeit?
Ist’s ein Hauch der Ewigkeit?
Fällt’s vom Himmel in mein Herz?
Kennt’s tatsächlich keinen Schmerz?
Glück, das oft mein Leben mir geschenkt,
meine Wege weisheitsvoll gelenkt?
Kann ich mich bemühen, es zu lernen,
wenn ich’s ahn in weiten Fernen?
Nein, du kannst es nicht erzwingen, nicht erstreben,
freiheitlich schenkt sich’s dem Leben!
Oft verbirgt es sein Gesicht!
Schaut dich an, du sieht’s nur nicht!
Deine Augen sind getrübt,
allzu sehr an Dunkelheit geübt!
Lass alle Sorgen los, - das sind nur leere Schemen! -
dann wird das Glück die Führung übernehmen!
Mit hellem Blick und voll Vertrauen,
will ich fortan in meine Zukunft schauen.
Und voller Dankbarkeit schau’ ich zurück
für all das viele, viele Glück.
Nun seh’ ich, dass in vielen Ecken
Glücksgeschenke sich verstecken.
Sie warten nur, dass ich sie jetzt befreie
und ihnen meine Zukunft weihe.

Herbstglück

Im Frühling des Winters





Ursula Goreczko

01.10.2017